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UNESCO-Projekttag - Das Interview



Anlässlich des UNESCO-Projekttages haben unser Schulleiter Herr Hermeler und Herr Krüger als Hauptverantwortlicher für die Bewerbung zur UNESCO-Projektschule in einem Interview über den Projekttag und die Bewerbung zur UNESCO-Projektschule informiert.

 

 

Warum findet heute der Projekttag statt?

Herr Hermeler: Alle Schulen, die sich bei der UNESCO um den Status einer Projektschule bewerben oder diesen schon besitzen, sind dazu aufgerufen, sich an diesem Projekttag zu beteiligen. Durch den 30. Jahrestag von Tschernobyl hat sich dieser Termin ergeben, um den verantwortungsvollen Umgang mit Technologie und Umwelt unter dem Motto „Schau hin - misch dich ein!“ zu thematisieren.

 

Wie wurde der Ablauf des Tages geplant/organisiert?

Herr Krüger: Die Planung des Projekttages erforderte eine langfristige Planung und begann bereits im November 2015, die von einer Arbeitsgruppe, bestehend aus Schülern und Lehrern, weiter durchgeführt wurde. Der Fokus soll grundsätzlich auf der Werteerziehung liegen, die in der Schule und für die UNESCO einen besonderen Stellenwert hat.

Am heutigen Tag sind dabei etwa 9.000 Schulen aus 181 Nationen beteiligt. 

 

Was sind die Ziele des Projekttages?

Herr Hermeler und Herr Krüger: Der Tag selbst stellt die Leitmotive der UNESCO mit dem Ziel einer „Kultur des Friedens“ und den damit verbundenen verantwortungsvollen Umgang mit Technik und Umwelt in den Vordergrund. Durch den Projekttag soll den Schülerinnen und Schülern die Möglichkeit gegeben werden, sich der Thematik anzunähern, woraus eine globale Gemeinschaft, Vernetzung und Denkweise entsteht.

 

Warum sollten Schüler heute noch etwas über Tschernobyl wissen?

Herr Hermeler: Tschernobyl ist ein drastisches Beispiel dafür, wie mit Technik falsch umgegangen wurde und Mensch und Umwelt ein unmessbarer Schaden zugefügt wurde. Durch die Beschäftigung mit dem Ereignis in den Projektgruppen soll das Denken und das Bewusstsein geschärft werden, damit sich solche Katastrophen nicht wiederholen und ein verantwortungsbewusstes Handeln das Ziel aller Beteiligten wird.

 

Warum engagiert sich unsere Schule bei einem Projekt der UNESCO?

Herr Hermeler: Das Projekt hat einen großen Wert für uns alle. Man bekommt ein globales Verständnis für einen verantwortungsvollen Umgang mit der Welt, an dessen Entwicklung sich die Schülerinnen und Schüler partizipieren können.

 

Was hat unsere Schule mit der UNESCO zu tun?

Herr Krüger: Unsere Schule und die UNESCO haben die gleichen Motive. Wir können uns mit den Säulen und den Werten der UNESCO identifizieren und beide Seiten haben das Ziel, nicht nur zu reden, sondern auch zu handeln.

 

Wie ist die Idee entstanden, sich im Bereich der UNESCO zu engagieren?

Herr Hermeler und Herr Krüger: Unsere Schule hat ein breites Angebot und sollte trotzdem ein Profil haben, mit dem sie sich identifizieren kann, ohne sie einzuengen oder zu beschränken. Dabei kamen die UNESCO-Projektschulen in den Blick. Ein solches Profil wäre ein Aushängeschild für unser Gymnasium, da diese Exzellenzauszeichnung nur wenigen Schulen vergeben wird.

Derzeit gibt es in Deutschland nur 60 Gymnasien, die UNESCO-Projektschule sind.

 

Wie läuft der Bewerbungsprozess ab, um UNESCO-Projektschule zu werden?

Herr Hermeler: Es gibt drei Stufen während der Bewerbung. Unsere Schule hat derzeit den Status der interessierten UNESCO-Projektschule. Diesen Status behält man zwei bis vier Jahre lang. In dieser Zeit erfolgt eine genaue Dokumentation des schulischen Handelns, die man der UNESCO vorlegt. In frühestens zwei Jahren kann man dann die nächste Stufe erreichen, bei der man mitarbeitende Projektschule ist. Später kann man anerkannte UNESCO-Projektschule werden, nachdem der Antrag dafür dem UNESCO-Gremium in Paris vorgelegt wurde.

 

Wer ist an diesem Prozess beteiligt?

Herr Krüger: Es gibt eine Arbeitsgruppe aus interessierten Lehrern und Schülern aus der SV, die in Sitzungen den Prozess begleiten und mitgestalten, als auch weitere Vorgehen und Aktionen planen. Auch die Eltern sollen in Zukunft die Möglichkeit haben hierbei mitarbeiten zu können.

 

Was würde sich für unsere Schule verändern, wenn wir UNESCO-Projektschule werden sollten?

Herr Hermeler: Es können lokale und internationale Kontakte geknüpft werden. Daraus können auch globale Austausche bei Projekten entstehen. Denkbar sind gegenseitige Besuche oder auch der Austausch von Informationen und Gedankengängen über technische Geräte, wie z.B. über Videokonferenzen. Der eigene Fokus kann dabei geöffnet und erweitert werden. Man kann zusammen international handeln.

Die Schülerinnen und Schüler können sich sogar noch nach der Schulzeit mit einer UNESCO- Schule identifizieren. Durch die besondere Erziehung entsteht ein anderes Denken und spezielle sowie zugleich wichtige Werte werden vermittelt.