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Gymnasium Verl

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Politik und SoWi



1. Die Zielsetzungen des Faches Politik


a) Der Unterricht soll problemorientiert den sich entwickelnden, verändernden gesellschaft-lichen Tatbeständen Rechnung tragen. Dieses aber nicht als bloße Anpassung, sondern viel-mehr im Sinne der Verknüpfung von Grundlagen und Aktualität.
Das Fach integriert dabei politische, soziologische sowie ökonomische Aspekte.
b)Unter Beachtung des jeweiligen Alters bzw. Erfahrungshorizontes der Schülerinnen und Schüler wird die Befähigung zu Verhaltenssicherheit, sozialer Kompetenz und reflektierter Urteilsbildung als Bestandteil der dialektischen Funktion von (schulischer) Sozialisation angestrebt – auch vermittelt über Methodenvielfalt und fächerübergreifendes Lernen.

 

2. Zur Zeit (G 8) wird das Fach Politik in den Jahrgangsstufen 6, 8 und 9 unterrichtet. Klassenarbeiten sind nicht vorgesehen.


Die Einbindung des Faches Politik in den Wahlpflichtbereich „Differenzierung“ ist gesondert ausgewiesen.

 

3. Hinsichtlich der gesellschaftswissenschaftlichen Grundbildung in der Sekundarstufe I sind die folgenden Schwerpunkt-Inhaltsfelder und Kompetenzerwartungen vorgegeben (Obligatorik):


a) Jahrgangsstufen 5/6
= Sicherung und Weiterentwicklung von Demokratie
= Grundlagen des Wirtschaftens
= Ökologische Herausforderungen für Politik und Wirtschaft
= Chancen und Probleme der Industrialisierung und Globalisierung
= Identität und Lebensgestaltung im Wandel der modernen Gesellschaft
= Die Rolle der Medien in Politik und Gesellschaft

b) Jahrgangsstufen 7 bis 9
= Sicherung und Weiterentwicklung der Demokratie
= Grundlagen des Wirtschaftsgeschehens
= Zukunft von Arbeit und Beruf in einer sich verändernden Industrie-, Dienstleistungs- und Informationsgesellschaft
= Ökologische Herausforderungen für Politik und Wirtschaft
= Einkommen und soziale Sicherung zwischen Leistungsprinzip und sozialer Gerechtigkeit
= Identität und Lebensgestaltung im Wandel der modernen Gesellschaft
= Die Rolle der Medien in Politik und Gesellschaft
= Internationale Politik im Zeitalter der Globalisierung

c) Den obligatorischen Inhaltsfeldern sind in den Klassen 5 bis 9 die folgenden Unterrichts-themen zugeordnet:

= Klasse 5/6: Geld und Freizeit; Politik in der Gemeinde/Stadt; „Dritte Welt“

= Klasse 8: Verbraucher und Markt; Sucht; Demokratie in der BRD; Internationale Politik bzw. internationaler Konflikt

= Klasse 9: Soziale Marktwirtschaft; Vor- und Nachbereitung des Schüler-Betriebs-Praktikums; Parteien; Menschenrechte

Soweit sinnvoll bzw. erforderlich werden insbesondere inhaltliche Abstimmungen mit den Curricula der Fachkonferenzen Geschichte, Erdkunde und Praktische Philosophie vorgenommen.

 

d) Die Schülerinnen und Schüler erwerben im Fach Politik Kompetenzen, die sie für die Entwicklung und Wahrnehmung ihrer Bürgerrollen in der Demokratie und hinsichtlich der Ziele wirtschaftlicher Selbst- und Mitbestimmung und wirtschaftlicher Handlungsfähigkeit benötigen (vgl. Ministerium für Schule und Weiterbildung des Landes NRW (Hg.), Sekundarstufe I. Gymnasium. Politik/Wirtschaft, Frechen 2007, S. 18f.).

 

Entsprechend den Richtlinien bedeutet

= Sachkompetenz
..meint die Verfügung über grundlegende Kenntnisse, die zum Verständnis gesellschaft- licher Strukturen und Prozesse notwendig sind. Dazu zählt vor allem ein vertieftes Deu-tungs- und Ordnungswissen. Deutungswissen entsteht in lebensweltlichen Interaktionen und durch die sich dort realisierende Wahrnehmung politischgesellschaftlicher Phäno-mene. Subjektive alltagstheoretische Vorstellungen bedürfen aber der engen und unver-zichtbaren Verbindung mit der Sicht und der systematischen Analyse der politischen, wirtschaftlichen und gesellschaftlichen Ordnung und deren systematischen Mechanismen, Strukturen und Zusammenhängen.

 

= Methodenkompetenz

..umfasst die Fähigkeit und Fertigkeiten, die benötigt werden, um sich mit politischen, gesellschaftlichen und ökonomischen Problemstellungen auseinanderzusetzen. Dieses gilt sowohl für die originär fachspezifischen Methoden, deren Einsatz in den Leitwissenschaf-ten Ökonomie, Politikwissenschaft, Soziologie zur Erkenntnisgewinnung unabdingbar ist, als auch für die Arbeitstechniken, die grundlegende überfachliche Lernstrategien darstel-len und gegenüber den sozialwissenschaftlichen Fachmethoden einen stärker instrumen-tellen Charakter besitzen. Dabei stehen fachspezifische Methoden sowie die fachunab-hängigen Arbeitstechniken zu den Zielen sowie Inhalts- und Problemfeldern des Faches in einem wechselseitigen Implikationszusammenhang und sind deshalb in der Regel kon-textgebunden und über thematisches Lernen zu vermitteln.


= Urteilskompetenz

..als eine zentrale Schlüsselkompetenz politischer Bildung beinhaltet die Befähigung zu einer selbständigen, begründeten und kriterien- oder kategorienorientierten Beurteilung politischer Ereignisse, Probleme und Kontroversen sowie das Verständnis, das für politische, gesell-schaftliche und wirtschaftliche Zusammenhänge erforderlich ist. Sie schließt das Finden

eines eigenen, begründeten Standpunktes bzw. Urteils ebenso ein wie ein verständigungs-orientiertes Abwägen im Diskurs mit Anderen. Dies geschieht unter der Perspektive der Verallgemeinerungsfähigkeit.

= Handlungskompetenz

..umfasst die Fähigkeit, sich am öffentlichen demokrtischen Prozess der Meinungsbildung und der Entscheidungsfindung zu beteiligen und die Chance der Einflussnahme auf die Gestaltung politischer, gesellschaftlicher und wirtschaftlicher Strukturen zu erkennen. Handlungskom-petenz, die zur Bewältigung neuartiger und komplexer Situationen bzw. Probleme dient, er-wächst aus Deutungs- und Ordnungswissen, ergänzt durch erprobte und reflektierte Erfahrun-gen und Einsichten. Dabei geht es um den Zusammenhang von Denken, Handeln und Re-flexion. Produktive Fähigkeiten und Kenntnisse sind vor diesem Hintergrund nicht voneinan-der zu trennen. Deshalb umfasst die politische Handlungsfähigkeit in der Regel drei Ebenen der Handlungsorientierung, die ein potenzielles Handeln unterstützen können: produktives Gestalten, simulatives Handeln und reales Handeln.

 

4. Wahlpflichtbereich „Differenzierung Geschichte/Politik“


a) In den Jahrgangsstufe 8 und 9 besteht für die Schülerinnen und Schüler die Möglichkeit,
im Wahlpflichtbereich das fächerübergreifende Unterrichtsfach „Differenzierung Geschichte/
Politik“ zu wählen. So können die Schülerinnen und Schüler u.a. die Verknüpfungen zwi-schen den Wissenschaften bzw. Fächern sowie deren Arbeitsweisen und -ergebnisse kennenlernen.
Es gelten die in den jeweiligen Kernlehrplänen vorgegebenen Kompetenzerwartungen.
In dem Fach „Differenzierung Geschichte/Politik“, das ebenfalls wie das Fach Politik ver-
setzungsrelevant ist, werden je Schulhalbjahr zwei 1- bis 2-stündige Klassenarbeiten ge-schrieben. Eine Klassenarbeit kann dabei auch durch eine sogenannte „schriftliche Haus-arbeit“ ersetzt werden.

b) Für den Unterricht sind die folgenden (Halbjahres-)Themen vorgesehen:
- Zusammenleben von Menschen

= Gesellschaft im Wandel – Unterordnung und Selbstbestimmung (freies Thema)
= Frauen und Männer


- Internationale Beziehungen

= Begegnungen zwischen Europa und Amerika
= Krieg und Frieden im Leben von Menschen (an einem ausgewählten Beispiel)

Soweit sinnvoll, kann ein Thema im Ergebnis als Ausstellung erarbeitet bzw. dargeboten werden.



5. Das Schüler-Betriebs-Praktikum (SBP)



Das für die Sekundarstufe I obligatorische SBP wurde im Zuge der Schulzeitverkürzung
(G9/G8) von der Jahrgangsstufe 10.1 nach 9.1 vorverlegt. Zur Zeit absolvieren die Schü-
lerinnen und Schüler ihr SBP für einen Zeitraum von 3 Wochen nach den Weihnachts-
ferien. Dieser Zeitpunkt hat den Vorteil, dass die Phase der Klassenarbeiten abgeschlossen
ist. Bei dem SBP steht nicht die Berufswahlfindung im Vordergrund, vielmehr sollen die Schülerinnen und Schüler Einblicke in die moderne Arbeitswelt erhalten und im Rahmen ihrer Entwicklungsstufe diese reflektieren lernen. Die Vor- und Nachbereitung des SBPs erfolgt dabei im Unterricht des Faches Politik.
Das SBP ist von den Schülerinnen und Schülern in einem an - besondere formale und inhalt-liche Anforderungen gebundenen - Praktikumsbericht zu dokumentieren. Die Teilnahme am SBP und darüber hinaus mit mindestens der Note „gut“ bewertete Praktikumsberichte werden auf dem Zeugnis des zweiten Halbjahres vermerkt.
Das SBP stellt den Anfang einer aufeinander abgestimmten Reihe von Veranstaltungen dar, um neben Einblicken in bzw. Erfahrungen mit der Arbeitswelt im weiteren Verlauf der Schullaufbahn gerade auch bei der Beschäftigung mit Angelegenheiten der Berufsorientierung zu helfen.
Näheres dazu im Abschnitt „Oberstufe“ des Schulprogramms.

 



6. Lehrbücher im Unterricht:


Franz Josef Floren (Hg.), Politik/Wirtschaft. Ein Arbeitsbuch für Gymnasien in Nordrhein-Westfalen (Bd. 5/6, 7/8, 9), Paderborn 2008

 

 

Diese Lehrer unterrichten SoWi:

Herr Frevert, Herr Kötter, Frau Schilder, Frau Schneider, Herr Schürmann, Herr Stuckenbrock, Frau Zenzes


Rechtskunde

Über die Fachschaft Politik ist zudem die R e c h t s k u n d e-AG organisiert.

Näheres dazu im Abschnitt “Arbeitsgemeinschaften“ des Schulprogramms.